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  DVD-Review Asian Dub Foundation - Live Tour 2003 - Keep Bangin' On The Walls
Review

DVD-Review ::: Asian Dub Foundation - Live Tour 2003 - Keep Bangin  
Review

Asian Dub Foundation
Live Tour 2003 - Keep Bangin' On The Walls
Labels / Virgin / EMI
Crossculture

4:3, Dolby Digital 5.1 & PCM Stereo
FSK: ab 6 Jahren
Sprache: Englisch
 
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Ohne partout sozialromantisch sein zu wollen, kann man sagen, dass eine Band, die eine politische Botschaft verkündet – den "Frieden auf Erden,” um es einmal ganz grob zu umreißen – authentischer wird und vielleicht eher verstanden wird, wenn man sieht, wo sie herkommt. Da braucht man nur aus irgendeiner U-Bahn-Station im östlichen London zu steigen, Stratford vielleicht. Da sieht es ganz schön triste aus. Glanz und Gloria des britischen Empire liegen im Rinnstein herum. Und der wird dann von den Nachkommen der ehemals Kolonialisierten, seien es Leute von den westindischen Inseln oder aus Indien, gefegt. Oft auch nicht. Großes Wort, aber so etwas nennt man dann wohl einen sozialen Brennpunkt.

Um dem rassistischen Klima dieser Gegend Widerstand zu leisten – ("Pakis")taner "aufklatschen" war für einige echte Kerle die Trendsportart im London der Neunzigerjahre – haben Aniruddha Das, DJ John Pandit und der damals erst fünfzehnjährige Rapper Deedar Zaman ein Sound System aus der Taufe gehoben und sich ganz offiziell Asian Dub Foundation genannt. Später kam der Gitarrist Steve Chandra Savala a.k.a. Chandrasonic und diverse andere Musiker dazu. Sie brachten ihre erste EP "Conscious" bei Nation Records im Jahr 1994 heraus, in einer Zeit als Drum´n´Bass in London gerade das neue Ding war.

Was dann folgte, möchte ich jetzt nicht unbedingt eine Erfolgsgeschichte nennen, weil das Wort ein bisschen abgelutscht klingt: Diese Musik hat sich eher in einer Art Prozess emanzipiert, den Nerv der Zeit zunehmend getroffen: Der Crossover, den zum Beispiel Asian Dub Foundation dem englischsprachigen Quark aus HipHop, Alternative und Metal, ebenfalls Crossover genannt, entgegensetzte, war mehr als die Integration von weltmusikalischen Elementen als Verkaufsargument, mehr als Exotentum. Meiner Meinung nach haben, was Marktfähigkeit angeht, diverse Bands und Projekte im Verlauf der Neunzigerjahre weltweit immer erfolgreicher am musikalischen Führungsanspruch des "Anglo-Amerikanischen" – des "Guns & Roses" – gekratzt und ihre eigene Musik und deren Herkunft, wo auch immer die liegt, daneben gestellt. Es gab neue Trends: Gerade die indische Musik wurde durch Elektrifizierung in London zunehmend hip. Die Thievery Corporation, Badmarsh & Shri und eben die Asian Dub Foundation muss man gehört haben. Und gesehen haben...

Als gut geschnittene DVD kommt die Live-Doku zur Tour der ADF von 2003 daher. Fantastische Sounds, energische HipHop-Botschaften und eine tolle Lightshow garantieren einen fesselnden und abwechslungsreichen Konzertabend zu Hause und verführen auf jeden Fall dazu, das nächste Konzert dieser tollen Band zu besuchen.
 
Peter Backof
 

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