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  DVD-Review Simply Red - Cuba!
Review

DVD-Review ::: Simply Red - Cuba!  
Review

Simply Red
Cuba!
Warner Music
Soul-Pop

16:9, DTS + DD 5.1 + DD 2.0
FSK: ohne Altersbeschränkung
Sprache: Englisch, deutsche Untertitel
 
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Nun ist es für einen Musiker, der etwas auf sich und seine Kunst hält, nicht gerade die revolutionärste Idee per se - in welcher Form auch immer - sich mit der in Musik-, Kunst- und Zigarrenfeinschmecker-Kreisen populären Marke "Kuba" zu schmücken. Seit Wim Wenders' Buena Vista Social Club gehört das bei Musikern, die gerne Ernst genommen werden wollen, längst zum guten Ton. Und den trifft nun auch Mick Hucknall. Ich erinnere mich, dass ich vor beinahe zwanzig Jahren schwer angetan war von Simply Red und ihrem Debüt-Album "Picture Book". Damals war es hip, wenn / dass weiße (Soul-)Boys den schwarzen Groove hatten. Von Spandau Ballet über Animal Nightlife bis hin nicht zuletzt zu Paul Wellers The Style Council zeigte man sich inspiriert vom Soul und Funk der Sechziger- und Siebzigerjahre und schüttete nahezu wie aus einem Füllhorn im Akkord feine, kleine Pop-Perlen wie "True", "Love Is Just The Great Pretender" oder "Long Hot Summer" aus. Auch Simply Red sprangen damals auf diesen Zug auf, gaben sich eine Spur authentischer - mancher meinte damals auch blasierter - und hatten mit der Valentine-Brothers-Cover-Version "Money's Too Tight To Mention" und dem ähnlichen, eigenen "Come To My Aid" gleich zwei mehr als respektable Dancefloor-Filler im Programm. Und eben dieses Stück, "Come To My Aid", ist auch hier, beim Live-Konzert der Band im wunderbaren "El Gran Teatro" in Havana, in einer furios gespielten Version eines der absoluten Highlights des Live-Sets. Man kann nun zu Simply Red stehen, wie man will; man kann der Meinung sein, dass das erste gleichzeitig auch das letzte durchweg brauchbare Album war, dass danach nur noch die Singles (und die auch längst nicht immer) etwas getaugt haben) - Tatsache ist dennoch, dass sich die Band hier wahrlich prächtig in allerdings auch prächtiger, bohemer Kulisse inszeniert. Eine überwältigende Armada von Streichern, Bläsern, Background-Sängerinnen und Tänzerinnen hat Hucknall verpflichtet, so dass der ganze Auftritt etwas von großem Entertainment hat, von Las Vegas, von Karneval und Rio, von Havana'scher Lebensfreude eben. Vor allem dann, wenn Hucknall und seine Band sanft groovend Fahrt aufnehmen ("Come To My Aid"; "More"; "Sunrise"; "The Right Thing"), wird es großartig. Und seine Verbeugung vor "The Late Great Barry White" mit "It’s Only Love" gelingt ihm geradezu hinreißend. Nur dann, wenn es arg gefühlig wird, verkommt der Vortrag der Band auch schon mal zum selbstgefälligen Kunsthandwerk. Zusätzlich zum Konzert gibt es eine Dokumentation von Hucknalls Projekt "Cuba!", eine "Photo Gallery" und das Video zu "Perfect Love". Alles gut und schön, das Wichtigste aber bleibt natürlich der Gig, der im übrigen nicht nur fantastisch klingt, sondern auch brilliant fotografiert ist. Und alles in allem dürfte "Cuba!" den bisherigen Höhepunkt in Hucknalls Oeuvre darstellen!
 
Andreas Kötter
 

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