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  DVD-Review The Cure - Trilogy
Review

DVD-Review ::: The Cure - Trilogy  
Review

The Cure
Trilogy
Eagle Vision
Wave / Pop

16:9, Dolby Digital 5.1
FSK: ohne Altersbeschränkung
Sprache: Englisch
 
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The Cure (CD)
Bandpage


An The Cure scheiden sich seit jeher die Geister. Für die einen ist es Gejammer, für die anderen ist es Gänsehaut. Ich gehöre zu den letzteren, das muss ich zugeben. Vielleicht, weil ich mit den Platten dieser Band aufgewachsen bin. Weil die Veröffentlichung von "Kiss Me, Kiss Me, Kiss Me" in den 80er Jahren ein Meilenstein war, der zu Diskussionen Anlass gab, welche denn nun die beste Cure-Platte sei. Weil das Video zu "Lullaby" epochal ist und weil das Bizarre-Festival auf der Loreley einfach noch wirklich bizarr war. Und das auch wegen The Cure.

Musikalisch waren sie in ihren besten Zeiten so verschroben schwarz, dass sie niemand so recht nachahmen wollte - und konnte. Aber in der Art sich zu kleiden und sich zu geben, nämlich leidend, hat die Band mit der Ikone Robert Smith als Frontmann den Nerv vieler Leute gründlich getroffen. Dass das auch bei der Jugend des neuen Jahrtausends noch funktioniert, kann man sich auf "Trilogy" ansehen. Im Berliner Tempodrom haben The Cure an zwei Abenden im November 2002 drei komplette Alben live gespielt: "Pornography" (1982), "Disintegration" (1989) und "Bloodflowers" (2000).

"Trilogy" ist Selbstdarstellung und Selbstdefinition. Offenbar sind The Cure sich ihrer eigenen Geschichtsträchtigkeit bewusst geworden. Sie möchten nicht nur als Band mit Hits wie "In Between Days" oder "Lovecats" im Gedächtnis der Leute haften bleiben. Gleichzeitig geben sie aber munter "Best Of..."- und "Singles"-Compilations heraus. Das muss auch sein, denn The Cure haben immer auch eine Ader für Ohrwurmpop gehabt. Bei Live-Auftritten aber, da zeigen sie gerne ihr anderes, eher düsteres Gesicht. Das wirkt in den letzten paar Jahren wie eine Rückbesinnung auf die der Band ureigene schwarze Seele. Sie haben für "Trilogy" nicht ohne Grund drei Alben ausgesucht, die das Verlorensein im Gestrüpp der eigenen Psyche am nachhaltigsten veranschaulichen. Und auch bei den Zugaben sucht man "Boys Don´t Cry" und "Friday. I´m In Love” vergebens. Stattdessen hinterlässt das Ganze - einschließlich der Zugaben - den Eindruck, als verfolgten sie ein wohldurchdachtes Konzept: Eine Enzyklopädie der Musik des Psycho-Waldes zu entwerfen, die bei aller Größe des Entwurfs - wie alles Romantische - unvollendet bleiben muss. Bei der Auslotung von Gefühlstiefen auf der Suche nach dem Transzendenten und Irrationalen, das den spröden Alltag traumwandelnd überwindet, würde ich das Geheimnis des Erfolgs dieser Band suchen. Über die Jahre hat Erfahrung sie zweifellos mit allen marketingstrategischen Tricks geimpft. Zur eigenen Denkmalpflege gehört es beispielweise auch, bei Festivals nur noch als Headliner aufzutreten. Und auf dem Album "Bloodflowers" geht es doch streckenweise sehr beschaulich zu. Aber Robert Smith und Simon Gallup dürfen das, würde ich sagen. Wegen Unnachahmlichkeit.

Man könnte fast glauben, "Trilogy” sei eine Art Schlussstrich, ein Vermächtnis einer Band, die sich aufzulösen gedenkt. Diese und andere Fragen klärt das Interview auf dieser sehr empfehlenswerten DVD.
 
Peter Backof
 

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