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  Interview ::: Pro-Pain
Review

Ein bisschen weise, kein bisschen leise

August 2008

Pro-Pain und Melodien waren bislang kein zwingendes Paar. Mit dem aktuellen Album "No End In Sight" beweist das Quartett jedoch, dass es weit mehr kann, als härter, schneller, lauter. Im Interview mit discover.de erklärt Band-Boss Gary Meskill, wie es zu dem Sinneswandel kam und warum er als New Yorker lieber in Florida lebt.

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?: Hey Gary, was möchtest du zum neuen Album loswerden?
!: "No End In Sight" ist unser elftes Studioalbum und wir haben es selbst produziert. Die CD enthält zehn Songs und einen Bonus-Track. Ich denke, diese Platte ist unser stärkstes Werk als Band.
?: Für mich klingt "No End In Sight" jedenfalls nach eurem bis dato entspanntesten Album...
!: Unser Ziel war, eine CD hinzubekommen, die sich deultich von unserem bisherigen Schaffen unterscheidet. Ich denke, mit der aktuellen Metal- und Hardcore-Szene ist der Markt mittlerweile überfüllt. Meist geht es darum, möglichst brutal zu klingen. Daher hören sich verdammt viele Bands gleich an und du kannst sie kaum noch voneinander unterscheiden. Wir haben daher ganz bewusst einen Schritt "zurück" gemacht und unseren Stil etwas variabler ausgelegt. "No End In Sight" ist ein absolut ehrliches Album und wir fühlen uns sehr wohl damit.
?: Dennoch fällt auf, dass ihr für eure Verhältnisse sehr viel melodische Parts an Bord habt. Offenbar seid ihr anders an dieses Album herangegangen...
!: Ja, dieses Mal schrieb Tom Klimchuck (einer der beiden Pro-Pain-Gitarristen, Anm.d.A.) das meiste Material. Bislang war das stets mein Job. Wenn nun ein völlig einzigartiger Sound dabei herausgekommen ist, sollte ich künftig vielleicht etwas kürzer treten, ha ha. Andererseits stammen immerhin einige Riffs von mir. Was die Melodien angeht: Für mich schrien die neuen Songs geradezu nach melodischerem Gesang - also fügten wir ihn quasi als natürlichen Schritt ein. Im Endeffekt klingt es gut und ist dennoch Pro-Pain.
?: Ich war ziemlich überrascht, dass "No End In Sight" nicht nur mehr Melodien als zuvor, sondern auch eine gute Prise Humor bietet, etwa in "Hour Of Time".
!: Ha! Eigentlich war es gar nicht spaßig gemeint. Aber es gibt tatsächlich einen großen Kontrast zwischen dem, was wir sagen und wie wir es singen. Im Chorus von "Hour Of Time" heißt es: "We got a lot to hate, but a lot of hate to give.....so give". Dabei geht es um die Furcht vor der Wahrheit. Was ich mit dem Text ausdrücken will, ist, dass es zu viel Hass in der Welt gibt, aber genau deswegen werden wir immer hasserfüllter. Allerdings kann jeder bei sich selbst anfangen, das zu ändern. Auf die Politilker würde ich jedenfalls nicht setzen...
?: Mit "Go It Alone" gibt es auch erstmals einen Punk-Rock-Song von euch zu hören...
!: Ja, das Stück transportiert definitiv ein Punkfeeling und das war auch so beabsichtigt. Ich selbst bin ein Produkt der Punk- und Hardcore-Szene der Achtzigerjahre und "Go It Alone" ist eine Ode an diese vergangene Zeit. Vielleicht hast du bemerkt, dass jeder Chorus mit einem anderen Wort beginnt. Wenn du alle vier zusammenfügst, kommt dabei "hey ho, let's go" heraus. Offensichtlich der Einfluss der Ramones - lange meine Lieblingsband. Cool oder?
?: Auf jeden Fall, aber einige Hardliner halten euch jetzt sicher für Weicheier...
!: Kann schon sein, aber wir haben uns noch nie darum geschert, was andere über uns denken. Also fangen wir jetzt auch nicht damit an...
?: Ihr habt ja schon mehrfach mit den Böhsen Onkelz zusammengearbeitet. Bei "Hour Of Time" singt deren Ex-Chef Stephan Weidner mit. Die Band war und ist selbst nach ihrer Auflösung höchst umstritten. Hattet ihr nie Angst, euren eigenen Ruf zu ramponieren?
!: Nein, denn wie gesagt kümmern wir uns nicht um andere Meinungen. Jeder kann denken, was er will. Wir kennen die Böhsen Onkelz jedenfalls seit Jahren und haben sie als nette und sehr offene Menschen erlebt - also genau als das Gegenteil von dem, was der Großteil der Presse über sie behauptet. Stephan ist ein klasse Musiker und absolut authentisch. Vielleicht ist es nun, nachdem die Band nicht mehr existiert, für einige Besserwisser an der Zeit, einen neuen Blickwinkel einzunehmen. Wir jedenfalls pflegen unsere Freundschaft weiter, selbst wenn unser Ruf dadurch ein paar Risse bekommen sollte.
?: Okay, ein anderes Thema: Pro-Pain gelten als sehr tourfreudige Band. Wahrscheinlich hast du schon so manche Schote erlebt?
!: Ja, das stimmt wohl. Wir selbst sind eigentlich auch ganz lustige Typen. Lass' es mich einmal so sagen: Wahrscheinlich ist Spaß das Geheimnis unserer langjährigen Bandgeschichte.
?: Was würdest du eigentlich treiben, wenn du nicht Musiker wärest?
!: Hmmmm... ich bin mir nicht sicher. Wahrscheinlich würde ich meine eigene Plattenfirma Rawhead Inc. größer aufziehen und verstärkt nach neuen Talenten Ausschau halten. Das wäre sicher eine spaßige Herausforderung.
?: Beschreibe doch bitte mal die unterschiedlichen Charaktere der Pro-Pain-Musiker?
!: Jeder ist auf seine Art natürlich einzigartig, ha ha. Tom und ich sind uns am ähnlichsten. Er kümmert sich auch deutlich mehr um das Geschäftliche als die anderen beiden Bandmitglieder. JC (Dwyer, der Schlagzeuger, Anm.d.A.) ist immer gut gelaunt und hat vermutlich die schillerndste Persönlichkeit von uns. Marshall (Stephens, der zweite Gitarrist, Anm.d.A.) ist eher ein ruhiger Vertreter, vielleicht weil er neu bei uns ist. Wie auch immer, er ist eine Bereicherung für uns, sowohl auf als auch abseits der Bühne.
?: Noch mal zu dir selbst: Obwohl du aus New York stammst, lebst du seit einigen Jahren in Florida. Wie kommt's?
!: Hier ist es großartig! Ich mag die Golfküste definitiv lieber als den Ozean. Und mein Heimatstädtchen Sarasota ist ein wunderbarer Ort zum Leben, ich genieße den geruhsamen Lebesstil dort sehr.
?: Klar, Erholung muss sein. Dennoch gibt es Ziele für Pro-Pain oder?
!: Klar, wir wollen uns als Band weiterentwickeln und unseren ureignen Stil weiter verfeinern. Außerdem sind wir nach wie vor heiß auf Live-Shows. Wir wollen an so vielen Orten wie möglich auftreten!
?: Okay Garry, verrätst du mir zum Abschluss noch dein Alter?
!: Sicher, ich bin 42 und fühle mich extrem jung und vibrierend, ha ha! Ach so: Danke für das Interview! Mehr über uns erfahrt ihr unter http://www.pro-pain.com [klick] und auf unserer myspace-Seite unter http://www.myspace.com/propainspace [klick].

Joachim Brysch


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