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  Story ::: Airbourne
Review

21.12.2008, München - Backstage-Werk

Dezember 2008

Rock'n'Roll kann so einfach sein: Die Musiker geben von der ersten bis zur letzten Sekunde Vollgas, beherrschen die großen Rock-Posen, ohne deswegen arrogante Arschlöcher zu sein und die Helden des Abends sind Band UND Fans. So gesehen im Backstage-Werk. Was die australischen Senkrechtstarter von Airbourne hier kurz vor Weihnachten abliefern, gehört ins Rock'n'Roll-Lehrbuch, Kapitel: "Eine Live-Show, wie sie sein soll." Keine Hupfdohlen, keine Riesen-Bildschirme oder sonstiges Gedöns, das von der Band ablenkt. Einfach vier Hard-Rock-Tiere, die vor einer Verstärker-Wand auf der Bühne ackern als gäbe es kein Morgen und schon nach zwei Minuten mehr schwitzen, als mancher so genannte Rockstar nach zwei Stunden. Das ist Adrenalin pur, das ist das pralle Leben, das ist geil.

Airbourne - 21.12.2008, München - Backstage-Werk Weitere Inhalte zu Airbourne

Runnin' Wild (CD)
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Airbourne nur eine billige, gehypte AC/DC-Kopie? Vergiss es! Klar, ohne Angus Young und Co. gäbe es kein Airbourne, aber was die vier Aussies im Backstage abliefern, ist großes Hard-Rock-Tennis. Null Sekunden Stillstehen, Atempausen brauchen die schon gar nicht und musikalisch folgt ein Tritt in den Hintern auf den nächsten. Live kommen simple aber effektive Drei-Akkorde-Nummern wie "Stand Up For Rock'n'Roll", "Runnin' Wild", "Diamond In The Rough" oder "Girls In Black" noch einen ganzen Zacken knackiger als auf CD. Bier, Schweiß und eine stabile Nackenmuskulatur sind einen Abend lang die einzig wahren Währungen.

Und auch wenn Sänger/Gitarrist Joel O'Keeffe optisch an den jungen Blitz von Overkill erinnert, sein Bühnenpräsenz ist tatsächlich ein Bastard aus Angus Young und Bon Scott. Hat er seine Gitarre unter Kontrolle oder seine Gitarre ihn? Man weiß es nicht genau, ist aber auch egal, solange dabei eine derart mitreißende Vorstellung herauskommt. Zu "Cheap Wine & Cheaper Women" köpft die Band standesgemäß 'ne Pulle billigen Fusel auf der Bühne und als O'Keeffe kurze Zeit später eine ganz besondere Einlage bringt, wissen die knapp 2.000 begeisterten Nasen von Jung bis Alt, von Normalo bis Motorrad-Rocker im ausverkauften Backstage, dass sie auf der richtigen Veranstaltung sind: Der Gitarrist kämpft sich (spielend) zum Biertresen am hinteren Rand der Halle durch, steigt (spielend) auf den Tresen, post dort oben wie ein jünger Gitarren-Gott, zapft sich eigenhändig ein Bier und nimmt den gleichen Weg (spielend) samt Bier zurück auf die Bühne. Kult! Auch deshalb, weil O'Keeffe am Bühnenrand spontan mit einem Rolli-Fahrer anstößt – garantiert ohne Kalkül, das kriegen nämlich nur die zufällig Umstehenden mit.

Bliebe noch zu klären, wie eine Band, die lediglich ein 37-minütiges Album herausgebracht hat, eine Stunde spielen kann? Ganz einfach: Manche der Songs des Debüts erfahren eine verlängerte Live-Version, zudem haben die Aussies natürlich auch ein paar ältere Stücke im Keller, die heute zum Vorschein kommen. Obendrauf gibt es eine Handvoll neuer Kompositionen, die sich nahtlos in das bekannte Material einreihen und hoffen lassen, dass auch Album Nummer zwo eine grundehrliche Hard-Rock-Harke wird.

Kurz und gut: Ein furioses Konzert, wie man es nicht alle Tage erlebt, voller Enerige, voller Spaß, voller Lust auf Rock. Airbourne sind hunrig, Airbourne sind heißer Scheiß! Und an alle AC/DC-Fans, die nicht da waren und schon Karten für die kommende Tour der Band in 2009 haben: Seid froh, dass ihr Airbourne verpasst habt, AC/DC könnten euch nur enttäuschen...

Joachim Brysch


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