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CD-Review Lila Downs Shake Away   CD-Review ::: Lila Downs - Shake Away

Review Lila Downs - Shake Away  
Review

Lila Downs
Shake Away
EMI
erschienen im Oktober 2008
Weltmusik
 
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Bandpage

Mit "Shake Away" beweist Lila Downs, dass sie eigentlich Anthropologin amerikanischer Musik ist. Über acht Alben sind die Einflüsse mehr und mehr angewachsen, so dass man beim Hören ihres neuen Werks das Gefühl bekommt, als hätte sie die gesamte Musikgeschichte des Kontinents auf ein Album gebannt. Dabei berücksichtigt die mexikanisch-amerikanische Sängerin nicht nur Süd und Nord, sondern auch indigene Stilrichtungen. Blues, Jazz, Country und Rap kommen hier genauso zu tragen wie Ranchera, Cumbia oder die Folklore der Anden. Das besondere aber ist, dass es ihr gelingt, die ganzen Stile so zu paaren, dass sie zu einer neuen Ausdrucksform zusammenfinden, die so natürlich klingt als hätten die unterschiedlichen Stile schon immer zusammen gehört.

Dabei überschreitet Lila Downs die Grenzen noch weiter und erforscht auch europäische Musikformen. So gibt es auf "Perro Negro" Klezmer-Anklänge und auf "Ojo De Culebra" weht ein hauch Flamenco - unterstützt von La Mari der Flamenco-Elektronik-Formation Chambao. Auf "Justicia" kommt ihr Enrique Bunbury von den Héroes Del Silencio zur Hilfe und bringt Elemente spanischer Popmusik in das Stück ein. Interessanterweise haben diese Musikstile auch Einfluss auf die Musik Amerikas, was besonders deutlich bei der Geschichte des Flamencos auffällt, der während der Kolonialzeit dazu beitrug, dass ein reger musikalischer Austausch zwischen beiden Kontinenten stattfand.

Natürlich hat Lila Downs auch amerikanische Gäste eingeladen: Besonders hervorzuheben sind "Tierra De Luz", eine melancholische Ballade, vorgetragen mit der argentinischen Sängerin Mercedes Sosa, sowie das geheimnisvolle Fleetwood Mac-Cover "Black Magic Woman" mit Raul Midón, das schon durch Santana in einen amerikanischen Kontext gesetzt wurde.

Die aufregendsten Momente des Albums sind aber sicherlich jene, in denen Lila Downs ihr gesamtes stimmliches Spektrum einsetzt und beweist, dass sie sowohl in den hohen und tiefen Stimmlagen jeden Ton sicher beherrscht. Dann erreicht ihre Musik ein Magie, wie man sie vielleicht vorher nur von Yma Sumac kannte.
 
Kai Prager
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