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  An American Band ::: Billy James
Review

An American Band - The Story of Grand Funk Railroad
An American Band
The Story of Grand Funk Railroad
Billy James
SAF Publishing
 
Biografie
Taschenbuch - 189 Seiten - SAF Publishing, ISBN: 0946719268, ca. 20 eur, englisch

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"We're an american band / We're an american band / We're coming to your town, we help you party it down / We're an american band"

Wohl selten hat eine Band eine passendere Selbstbeschreibung in ihren Lieder abgegeben, wie Grand Funk Railroad in ihrem No.1-Hit "We're An American Band". Was die Band so ur-amerikanisch machte, kann man auch nach der Lektüre von Billy James Dokumentation "An American Band" gar nicht so genau sagen, Fakt ist, dass die Band in Amerika ihre ersten neun Platten alle millionenfach verkaufte und außerhalb Amerikas kaum eine Rolle in den Hitparaden spielte. James selbst ist Fan der Gruppe seit ihrer Debüt-LP und dies zeigt sich in seinem Buch (leider) überdeutlich.

Aber zunächst möchte ich vorausschicken, dass James sich wirklich eine Menge Mühe gemacht hat, die Geschichte der Band wird von den frühesten Anfängen an erzählt, jede Platte wird erwähnt und Kritiken jeglicher Art dazu zitiert, die Geschichte der Band wird scheinbar lückenlos dargestellt. Und damit kommen wir schon zu meinen Kritikpunkten. Das Buch basiert zu sehr auf Zitaten. Zu jeder Platte gibt es unzählige Review-Ausschnitte und auch Konzertkritiken findet man über Gebühr. Abgesehen davon, dass sich die Grundtenöre wiederholen – Grand Funk waren bis etwa 1974 eine Band, die von den Fans verehrt und von der Kritik regelmäßig geschmäht wurde – hätte ich bei dem Buch sehr gerne mehr kritische Ansichten des Autors und vor allem aktuelle Meinungen der Bandmitglieder zu der damaligen Zeit gelesen. Diese fehlen fast vollständig. So liest man bei jeder Platte, dass die Grand Funk-Musiker seinerzeit immer überzeugt waren, gerade ihre beste Platte abgeliefert zu haben, interessant wäre die heutige Sicht der Band zu vereinzelten Scheiben zu erfahren. Da hätte der Autor mehr aus seinem Kontakt zu Schlagzeuger Don Brewer, der das Vorwort schrieb, machen müssen.

Außerdem lässt James einige interessante Fragen unbeantwortet. Zum Beispiel wurde die Band wurde in ihren Anfangsjahren vor allem auch deshalb regelmäßig von der Kritik zerrissen, weil sie als Hype ihres Managers Terry Knight galt. Dies zu bestätigen oder zu widerlegen versäumt James leider. Dabei hätten sich Ansatzpunkte leicht finden lassen, so managte Knight auch die Band Bloodrock, die nie annähernd so viel Erfolg wie GFR hatte. Diese Band wird sogar im Buch an anderer Stelle erwähnt, der Zusammenhang Knight - Bloodrock bleibt leider im Dunkeln. Interessant wäre in diesem Zusammenhang auch gewesen, der Frage nachzugehen, ob die Konzerthallen bei Grand Funk wirklich immer in Rekordzeiten ausverkauft waren, oder, wie es Knight nach dem Bruch des Freundschaftsbandes behauptete, dies alles nur Knights Propaganda war. Außerdem hat Knight nie wieder einen ähnlichen Erfolg wie mit GFR landen können, die Band hingegen blieb auch nach der Trennung von Knight zunächst erfolgreich. Überhaupt wird auch diese Trennung eher beiläufig behandelt, dabei schwebte die notwendig gewordene Gerichtsverhandlung sicherlich lange Zeit wie ein Damoklesschwert über der Band. Dafür gibt es dann wieder zahlreiche LP- und Konzertkritiken, die sich, wie bereits erwähnt, irgendwann anfangen zu wiederholen. Die Ablehnung der Kritiker wurde übrigens weniger ab dem Zeitpunkt der Trennung von Knight, Lieblinge der Journaille wurde die Band aber nie.

Ebenso erfährt man - von gelegentlichen Nebensätzen abgesehen - auch nur wenig über die einzelnen Menschen Don Brewer, Mark Farner und Mel Schacher. Es werden lediglich ihre größten Hobbies erwähnt und ein-, zweimal liest man von ihren Familien, genaueres bleibt im Dunkeln, auch da hätte ich mir als Fan, der schon gelegentlich Artikel über die Band gelesen hat, mehr gewünscht, schließlich sind die drei und auch das zeitweise Mitglied Craig Frost nicht nur Musiker, sondern auch Menschen. Gitarrist Mark Farners Sendungsbewusstsein wird noch recht ausführlich erwähnt, die anderen Mitglieder bleiben daneben konturlos.

So bietet das Buch leider trotz seines Umfangs außer der nahezu kompletten Auflistung sämtlicher Konzerte der Band insgesamt nur wenig neue Informationen für Leser, die gerne in Rocklexika und ähnlicher Literatur schmökern, für Fans ist die Lektüre sicher angenehm, da GFR durchweg gut weg kommen, ihre sämtlichen Platten gelobt werden und die Musiker wohl ausnahmslos Gutmenschen waren. Ein etwas kritischerer Standpunkt hätte dem Buch sicher gut getan, dazu war James aber wohl nicht willens, vielleicht als Fan einfach auch nicht fähig.
 
Dominik Engel

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