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  Der Harenberg Opernführer :::
Review

Der Harenberg Opernführer - Lexikon und CD-Schuber
Der Harenberg Opernführer
Lexikon und CD-Schuber

Harenberg
 
Lexikon
ISBN 3-611-00496-0

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Der renommierte Verlag gibt in Zusammenarbeit mit DGG, Decca und Philips Classics das bisher umfangreichste und aktuellste Nachschlagewerk der deutschen Oper heraus.
Die Besonderheit dieser Ausgabe ist offensichtlich, denn der "Harenberg" ist nicht nur ein 1148 Seiten umfassender Führer durch die Welt der Oper, sondern auch eine Zusammenstellung von über einhundertfünfzig herausragenden Musikbeispielen in einem 10-CD-Schuber. Aber auch darüber hinaus bietet er sinnvolle Ergänzungen, denn die Redaktion der renommierten "Opernwelt" hat nicht nur in der Werkewahl, sondern auch im Anhang ihren Anspruch auf Vollständigkeit umfangreich und logisch aufgeschlüsselt eingebracht. So finden sich denn neben einer Chronik der Oper von Monteverdi bis heute, ein Werke-, Rollen-, Arien- und Personenregister und das vielleicht eher schon überflüssige, zumindest aber sentimental wertvolle Sängerlexikon, in dem über fünfhundert Stars abgelichtet und kurz porträ;tiert werden. Wichtigster Teil bleibt aber die Vorstellung der rund fünfhundert Werke, die vornehmlich westeuropäisches Schaffen darstellt. Die einzelne Oper wird jeweils mit einer Liste der Handelnden, einer Inhaltsangabe und einer Zusammenfassung der Entstehungsgeschichte aufgeführt. Der jeweilige Komponist wird mit seinem Gesamtwerk und einer knappen Biographie ganzseitig ins Licht gerückt und als absolutes Plus werden in den einzelnen Handlungsangaben Querverweise auf die Referenz-Aufnahmen auf den CDs gegeben. Und hier verbirgt sich auch der einzige Wermutstropfen des "Harenberg", denn wo Werke mit Uraufführungen bis einschließlich des 22.06.95 (!) schriftlich und in aller Ausführlichkeit vorgestellt werden, fehlt gerade zum Schaffen des ausgehenden 20.Jahrhunderts der klangliche Querverweis. Einzige Ausnahme ist hier Leonard Bernstein, dessen "Morning! Good Morning" die jüngste Komposition unter den umfangreichen Aufnahmen darstellt, andererseits wohl aber ausreichend bekannt ist und keiner Vorstellung mehr bedarf. Man mag nun rätseln warum sich gerade die eigentlich aufgeschlossene "Opernwelt" der Nichtbeachtung schuldig macht. Aller Wahrscheinlichkeit nach kann man allerdings den "Schwarzen Peter" an die Plattenfirmen und den Opernbetrieb weiterreichen, die neueres Schaffen, sicherlich auch unter pekuniären Gesichtspunkten, als nicht ausreichend sinnstiftend betrachten. Die bis dahin ausgewählten Aufnahmen bestechen dann aber durch ihren Referenz-Charakter, und stellen entweder eine Aufführung oder einzelne Charaktere bzw. Darsteller besonders heraus. Fakt bleibt also, daß dieser Opernführer - nennen wir ihn zukünftig den "Großen Harenberg" - eine liebevoll umgesetzte Idee mit größtmöglicher Nähe zur Vollständigkeit und immenser Detailfreude ist. Schade ist nur, daß wir es auch hier wieder mit einem "Werk" zu tun haben, das nur den schon aufgeschlossenen Operngänger erreichen wird, da sich Anspruch, Preis und Umfang sicher nicht für den einmalig-neugierigen Blickkontakt eignen. Der "Große Harenberg" allerdings hat das Klassenziel erreicht und wird sich innerhalb kurzer Zeit als das Standardwerk des Opernfreundes etablieren.
 
Marlene Müller-Prätorius

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