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  Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm! ::: Tim Renner
Review

Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm! - Über die Zukunft der Musik- und Medienindustrie
Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm!
Über die Zukunft der Musik- und Medienindustrie
Tim Renner
Campus
 
Sachbuch
ISBN 3-593-37636-9, 303 Seiten, Campus Verlag, EUR 19,90

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Letzte News ::: 27.09.2004

"Dies ist die Geschichte eines Scheiterns. Meines Scheiterns. […] Als Undercover-Journalist wollte ich recherchieren und das Erlebte und Gefundene zum ersten deutschen Enthüllungsbuch über die Musikindustrie verarbeiten. Dieses Vorhaben ist mir gründlich misslungen." Dieser drastischen und unverblümten Aussage Tim Renners in der Einleitung seines Buches "Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm!" folgt eine 300 Seiten umfassende, kurzweilige Betrachtung der Medienindustire im weitesten Sinne.

Dass die Musikindustrie in einer wirtschaftlichen Krise steckt, ist überall zu vernehmen. Filesharing heißt das Glück bringende Zauberwort für die Schonung der Geldbeutel aller Musikfans und gleichzeitig eine Anti-Haltung gegen hohe CD-Preise. Was scheinbar für die großen Musikkonzerne zählt, ist die schnelle Mark mit Acts, die morgen wieder vergessen sind und Klingeltöne, deren Dauersendung nur noch gelegentlich durch Video-Clips unterbrochen wird. Tim Renner beschreibt das Problem auf seine Art und Weise.
Er hatte versucht, mit Motor Music ein Markenzeichen für gute Musik ins Spiel zu bringen, das sich ebenso zur Aufgabe gesetzt hat, in neue Bands sowohl Geld als auch Zeit zu investieren, als auch ein Label zu entwickeln, dessen Logo-Präsenz allein ein Qualitätsmerkmal ist. Ob dies immer gelungen ist, sei dahin gestellt, zumal Tim Renner selbst in der Ausführung Fehler einräumt. An der Umsetzung bei Universal ist er, nach eigenen Angaben, an vielen Hindernissen gescheitert. Doch darauf beschränkt Tim Renner sich nicht. Das Buch ist voll von interessanten Informationen, Anekdoten, kleinen Kaffeeklatsch-Geschichten und bietet Einblicke in die auf den ersten Blick von der Musik weit entfernten Nebenschauplätze. Es geht um die Idee des Samplers und die leichte Vermarktung durch TV-Stationen und deren Serien, den Untergang der Neuen Deutschen Welle, um die Geschichte und Entwicklung der CD, des MP3-Formates, des World Wide Web, die Starrheit der Musikindustrie und warum gerade die Pornoindustrie so deutliche Gewinne macht, während andere Branchen das Stöhnen übernommen haben.

Was der in Berlin geborene und in Hamburg aufgewachsene Tim Renner an Informationen zwischen erzählendem Voyeur, Technikfreak und nüchterndem Wirtschaftler hervorbringt, ist genauso unterhaltsam wie lehrreich. Es lohnt sich zweifelsfrei, dieses Buch zu lesen und das gilt nicht nur für den Musikfreak.
 
Michael Hinz

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