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  Geld schießt Tore ::: Dieter Hintermeier, Udo Rettberg
Review

Geld schießt Tore - Fußball als globales Business ... und wie wir im Spiel bleiben
Geld schießt Tore
Fußball als globales Business ... und wie wir im Spiel bleiben
Dieter Hintermeier, Udo Rettberg
Carl Hanser Verlag
 
Sport
ISBN: 3-446-40411-2, 302 Seiten, Hardcover, 19,90 Eur

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"Geld schießt Tore", so Titel und plakative These dieses hochaktuellen Buches zugleich. Eine These, die manch Fußball-Romantiker wohl immer noch nicht wahr haben möchte, die ihn zutiefst schmerzen, vielleicht gar wütend machen mag. Eine These aber auch, die hier auf 302 Seiten eindeutig belegt wird. Der nicht zu leugnenden Tatsache, dass der ein oder andere Millionen-Einkauf den Klubs (wie schon zu früheren Zeiten auch) hin und wieder zum Flop werden kann, ist nicht viel mehr die Ausnahme von der Regel, so die beiden Autoren, die Wirtschaftsjournalisten Dieter Hintermeier und Udo Rettberg. Eine Regel, die besagt, dass in einer globalisierten Welt Fußball heute vor allem ein knallhartes Milliardengeschäft im Spannungsfeld zwischen Kapital- und TV-Markt ist. Ein Business, bei dem Großinvestoren wie der russische Öl-Magnat Roman Abramowitsch, der australische Medien-Tycoon Rupert Murdoch, der US-Milliardär Malcom Glazer oder der italienische Staatspräsident Silvio Berlusconi um noch mehr Petro- und andere Dollars, um noch höhere TV-Quoten und nicht zuletzt auch um bessere Popularitätswerte und damit (allesamt auch) um Macht kämpfen. Es geht um Investment, Strategien, Marktanteile und Expansionsgelüste, aber auch um laienhaftes (Miss-)Management mancher Klubs, deren Strukturen den Erfordernissen des Marktes nicht gerecht werden.

Was Hintermeier und Rettberg zu erzählen haben, welche Fragen sie stellen und welche Antworten, etwa eine Gehaltsobergrenze für Profis nach US-Vorbild, sie gefunden haben, das ist spannend und macht Hoffnung, dass der Fußball und seine Klubs neben Börsengängen, Schechter-Anleihen und einer bisweilen wie wirtschaftliches Harakiri anmutenden Verpfändung der eigenen Zukunft doch immer noch zurück kann zu Spiel, Spaß und Spannung. Der große Verdienst der beiden "Handelsblatt"-Journalisten ist es dabei, ein sachlich außerordentlich fundiertes, aber auch sehr lesbares Buch geschrieben zu haben. Ein Buch, eben nicht nur für "Handelsblatt"-, sondern auch für den "Kicker"-Leser. Eine lohnenswerte Lektüre nicht nur für Aktionäre oder Broker, sondern auch für die Fans auf der Dortmunder Südtribüne oder die Löwen-Anhänger in der neuen Münchner Allianz-Arena. Ein Fakt, der wohl nicht zuletzt darin begründet liegt, dass die beiden Wirtschaftsexperten auch selbst immer noch Fan geblieben sind.

Bemerkenswert noch, dass es den beiden, die die Kapitel unter sich aufgeteilt haben, gelungen ist, einen einheitlichen, den Lesespaß auch auf diese Weise fördern Duktus zu finden. Das Vorwort des ehemaligen Bayer-Leverkusen-Geschäftsführers und heutigen NRW-WM-Botschafters Reiner Calmund ist da "nur" noch das gern gelesene Tüpfelchen auf dem I.
 
Andreas Kötter

  Dieter Hintermeier, Udo Rettberg bei ebay

 

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