copyright discover koeln, 2002 werbung
discover - musik & mehr
  CD-Reviews Interviews Stories News Touren Bücher und Comics Sound & Video Bandlinks, Labellinks, Surftipps Die aktuellen MP3- und Videocharts  
Finden
 

Mr. Undercover
Werbung ist wie Teflon

Lieblingstouren

anzeige
anzeige
 
  Der Runenstab ::: Michael Moorcock
Review

Der Runenstab -
Der Runenstab

Michael Moorcock
Bastei Lübbe
 
Fantasy-Roman
1008 Seiten, SC, 15 Mark


Michael Moorcock ist neben J.R.R. Tolkien, Edgar Rice Burroughs aber auch den jüngeren Robert E. Howard, Roger Zelasny, Marion Zimmer-Bradley und Lion Sprague de Camp einer der Väter heutiger Fantasy. Nicht wenige haben über die Jahre bei ihm abgeguckt und speziell sein Konzept, einzelne Romane miteinander zu verweben, in einen übergeordneten Handlungsablauf zu sortieren, machte die phantastischen Gegenwelten erst dauerhaft schmackhaft und zum Bestseller.

Sein populärster Zyklus ist zweifellos der über Elric von Melniboné, der allerdings, dicht vom Runenstab gefolgt, nur eine weitere Seite ein und desselben Universums ist. Das Thema ist der "Ewige Held" der in immer wieder anderen Inkarnationen auftritt und die Geschicke zwischen Chaos und Ordnung, Göttern, Zauberern und mächtigen, natürlich bösen Gegenspielern richten muß.

Eine dieser Inkarnationen ist Dorian Falkenmond, der Herzog von Köln, der nicht nur gegen das "Dunkle Imperium" kämpft, sondern immer wieder in Konflikt mit seiner Bestimmung gezogen wird. In langsamer Erkenntnis seiner Dienerschaft für den Runenstab, eine der guten Mächte auf der Erde nach den "Tragischen Zeitalter", erlebt er jede Menge actiongeladener Schwerter & Magie-Abenteuer und was sich anfänglich auf der Erde abspielt, wird zunehmend zu einer schier endlosen Reise durch verschiedene Parallel-Welten.

Wir kennen das sicher alle, irgendwann fängt ein Zyklus an, wir freuen uns auf die nächste Folge, aber warum auch immer, gegen Ende fehlt ein Band und jedesmal, wenn man durchs Regal guckt, wird an diesen Reizstellen das Gesicht lang und länger. Seit einigen Jahren nun haben sich Heyne, aber auch Bastei Lübbe dieses Mißstandes angenommen. Inzwischen werden immer mehr unglaublich dicke Schinken zwischen die hungrigen Fans geworfen, und daß der Runenstab nicht schon längst dazugehörte, ist eigentlich eher eine unverzeihliche Unterlassungssünde.

Ohne an Unterhaltungswert zu verlieren ist der Zyklus - inzwischen dreißigjährig - bestens in der Lage, uns für ein paar ruhige Tage auf's Bett, den Sessel oder an den Strand zu bannen. Einziger Nachteil ist die Dicke, man muß schon beide Hände frei haben, um mit dem sperrigen 1000-Seiten-Format klar zu kommen. Für diese Mühe wird man allerdings reichlich entlohnt, und auch wenn sich der Roman gegen Ende etwas in die Länge zieht und Moorcock auf der Suche nach neuen Ideen zu sehr in die Breite geht, ist "Der Runenstab" auch heute noch ein echtes Suchtmittel. Die Elric-Saga sollte man allerdings zum besseren Verständnis schon vorher gelesen haben (Gibt's bei Heyne ebenfalls in einem Band), aber auch als abgeschlossene Episode steht dieses gewaltige Epos für sich. Endlich vollständig...
 
Dirk Jessewitsch

  Michael Moorcock bei ebay

 

CD-Reviews

DVD-Reviews

News

Tourtips

zurück | nach oben

Anzeige: Tank leer? Dann jetzt Shell Gutschein gewinnen!

 

Homepage    CDs    Interviews    Stories    News    Touren    Gedrucktes    Sound & Video    Links    Charts   
Impressum    Mediadaten    Sitemap   

Copyright © discover, Bergisch Gladbach 2007