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  Die Science Fiction Filmenzyklopädie ::: Phil Hardy
Review

Die Science Fiction Filmenzyklopädie - 100 Jahre Science Fiction
Die Science Fiction Filmenzyklopädie
100 Jahre Science Fiction
Phil Hardy
Heel
 
Enzyklopädie
560 Seiten, sw, Din A4, SC, 89 DM


Seit Mitte der Achtziger gibt Phil Hardy seine Enzyklopädie nun heraus und da hat sich so allerhand angesammelt. Irgendwo zwischen zwei und drei Kilo Buch muß man da bewältigen, denn mit der ersten deutschsprachigen Ausgabe scheint das bisher nur englischsprachige Lexikon nun voll ausgewachsen.
Anders allerdings als andere Nachschlagewerke taugt "Die Science Fiction Filmenzyklopädie" durchaus nicht nur als Schlichter in Streitfragen, sondern bietet sich als Lesebuch geradezu an. Zuerst sucht man natürlich Filme, die man kennt. Blättert hier und da auf und bleibt natürlich irgendwo hängen. Da aber immer mehr als nur ein Film pro Doppelseite besprochen wird, ist man schnell im nächsten Leinwandspektakel, erinnert sich an Fortsetzungen und Vorläufer, oder folgt einfach den Querverweisen. Stunden später kennt man sich bereits im Index aus, weiß, daß sich unter den Jahreszahlen alles aufs feinste sortiert und landet irgendwann im Vorwort, nur um sich an den nicht ganz so konsumfreundlichen Aufsatz "Der Science-Fiction-Film im Gesamtzusammenhang" zu wagen. Wie gesagt, eigentlich ist "Die Science Fiction Filmenzyklopädie" auch, vielleicht sogar in erster Linie, ein Lesebuch.
Der wesentliche Teil des beeindruckend umfangreichen Werkes sind die Filmrezensionen: Man erfährt auf über 500 Seiten Eckdaten wie Studio und Vertrieb, Länge und Entstehungsjahr, Besetzung, Regie, Produktion und Special-Effects-Macher, erhält einen kurzen Einblick in die Story und bekommt außerdem noch eine Kurzkritik geliefert.
Erstaunlich, aber wahr ist, daß wir inzwischen tatsächlich schon über die 100 Jahre SF-Film hinaus sind. Denn auch wenn die ersten Streifen gerade mal in heutiger Werbefilmlänge antraten, sind sie per Definition Science Fiction. Und genau hier liegt die Krux. Phil Hardy's einzige positive Definition ist, daß allem SF-Film die Frage: "Was wäre wenn..." zugrunde liegen muß, kurz grenzt er dann noch zum Horror ab und dann sammeln sich schonmal schnell an die 2.000 Filme an. Um diese Bandbreite zu verstehen, muß man das Vorwort lesen und das fällt spätestens beim zweiten Durchblättern auf: Denn hier werden z.B. auch alle Bond-Filme verewigt, aber was anfänglich seltsam anmutet, stellt sich bei genauerer Betrachtung durchaus als sinnvolle Abgrenzung heraus.
Schön auch, daß Hardy sich nicht nur in Hollywood, sondern auch in Europa, Asien und dem ehemaligen Ostblock auskennt. Aus deutscher Sicht fallen mir denn auch nur ganze zwei Abendfüller ein, die ihm entgangen sind: Zum einen ist das "Der Mann, der durch die Wand ging" (Mitte der Fünfziger mit Heinz Rühmann) und zum anderen LEXX - The Dark Zone ('97er Mehrteiler mit Eva Habermann und einigen Stargästen). Insgesamt allerdings hat sich die Science Fiction Filmenzyklopädie immer als lernfähig erwiesen und diese beiden Mängel sind weiter nichts als kleine Unterlassungssünden, die man einem Amerikaner nachsehen muß.
Ein besseres Nachschlagewerk über den Science Fiction Film hat es bislang nicht gegeben und gerade Kenner der Szene werden es schnell für unverzichtbar halten - auch wenn wirklich nur der Umschlag bunt ist.
 
Dirk Jessewitsch

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