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  Hitler - Ein Hundeleben ::: Wolfgang Flatz
Review

Hitler - Ein Hundeleben -
Hitler - Ein Hundeleben

Wolfgang Flatz
Cantz-Verlag
 
Bildband
ISBN 3-89322-869-1

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Nobody Kicks A Dead Dog - so der eigentlich unpassende Untertitel dieses kleinen Buches, das ohne Bedenken auch als das geheime Photoalbum des Adolf Hitler bezeichnet werden kann. Unpassend deshalb, weil der Hund in keinster Weise tot ist. Weder die ein Meter hohe und 80 Kilo schwere deutsche Dogge Wolfgang Flatz' noch die historische Figur des Massenmörders. Aber was passiert da eigentlich in Bayern? Der gebürtige Vorarlberger und Wahl-Münchner Kunstprofessor Flatz beschließt im August des Jahres 1991 eine Lebensgemeinschaft mit Einstein von Bayern, so der Geburtsname, des hochadligen Hundes. Er nennt ihn von nun an Adolf Hitler und zieht mit ihm durch die Weltgeschichte. Dabei passieren allerlei Kuriositäten, zum Beispiel die Akkreditierung Hitlers zur Leichtathletik-Weltmeisterschaft 1992 in Stuttgart, ein Frühstück mit dem damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizäcker, Ministerpräsident Erwin Teufel und IOC Präsident Juan Antonio Samaranch. Dazu gesellen sich zahlreiche und vor allem medienwirksame, öffentliche Auftritte. Daher ist die Rosenheimer Ausstellung im Rahmen der Buchvorstellung (22.Juni bis 28.Juli) keine große Überraschung mehr. Hier werden Hundephotos gezeigt, wie sie wohl jeder Hundebesitzer haufenweise hat. Interessant wird die ganze Geschichte einerseits durch die Namensgebung des Hundes, andererseits durch die Untertitel der Bilder: "Hitler spricht vor dem internationalen Astrologenkongreß" (der Hund steht mit den Vorderpfoten erhöht vor einem Sternenglobus), "Hitler greift an" (die Dogge rennt über eine Wiese), "Hitler vermißt Eva" (das Photo zeigt den Hund, der aus dem Fenster schaut), "Hitlers Sehnsuchtsvoller Blick nach Österreich" (wo dieses Riesenvieh vor einem verschneiten Alpen-Panorama hockt) und so weiter. Diese Photographien sind nun im Buch zusammengestellt und zweifellos witzig, komisch und teilweise trivial. Ebenso trivial, wie alle Biographien nun mal sind. Und damit gelingt Flatz, in humorvoller Art und Weise, und natürlich in Form einer Provokation (sonst wäre es nicht Flatz!), die Enttabuisierung dieses Reizthemas. Dazu Flatz in einem Interview: "Ich will zum genauen Hinsehen zwingen, will die ganze Trivialität einer Biographie aufzeigen. Hitler ist immer bei mir, ebenso wie wir den historischen Hitler immer mit uns herumschleppen, weil er Teil unserer Geschichte ist, die - solange sie verdrängt, verklärt oder tabuisiert wird - eben nicht bewältigt ist. Die Dinge zu benennen, befreit vor der Angst, Fehler zu machen."
 
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