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  Hot Zone ::: Richard Preston
Review

Hot Zone - Tödliche Viren aus dem Regenwald
Hot Zone
Tödliche Viren aus dem Regenwald
Richard Preston
Droemer Knaur
 
Tatsachen-Thriller
ISBN 3-426-26838-8

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Ende 1989 entwickelte sich in einem Affenhaus in der Nähe von Washington D.C./ USA eine offenbar auch für den Menschen ansteckende "Mini-Epidemie". Militärische und öffentliche Forschungsteams arbeiteten eng zusammen, um die als Ebola-Infektion erkannte Krankheit zu erforschen und einzugrenzen. Der Ebolavirus war 1967 erstmals in Marburg aufgetaucht, hatte, obwohl äußerst infektiös, nur einige wenige Opfer gefordert, und war wieder verschwunden. Virologen, Epidemiologen und ganze Institute machten sich in der Folge daran, in akribischer Klein- und Detektivarbeit den Ursprung und die Übertragungswege des bis dahin unbekannten Erregers aufzudecken. Eines Erregers, der in seiner bösartigsten Form bis zu 90 Prozent der Infizierten innerhalb kürzester Zeit und unter erschreckenden Umständen zu Tode bringt. Als Heimat der Filoviren stellte sich die zentralafrikanische Region um den Viktoriasee heraus, in der dem Virus seit dieser Zeit nur durch strengste territoriale Abriegelungen beizukommen war. Ein Gegenmittel, oder gar einen Impfstoff gibt es bisher nicht.
In einer Zeit, in der Menschen und damit natürlich auch deren Parasiten, die eben noch ein afrikanisches Dorf dezimierten, innerhalb von 24 Stunden einmal rund um den Globus reisen können, ist es schon erstaunlich, dass die Weltöffentlichkeit bislang kaum Notiz davon nimmt. Sich einer Entwicklung entgegenstemmt, die aller Wahrscheinlichkeit nach das Gesicht unserer Gegenwart prägen wird. Neben HIV und Ebola sind in den letzten Jahren ca. zwanzig neue Viren entdeckt worden, die zum Teil auf heimtückischste Weise in die menschliche Gesellschaft eingreifen. Richard Preston versteht diese Entwicklung als einen Versuch der Natur, an den Menschen verlorenes Territorium wieder gutzumachen, als eine beinahe bewusste Handlung einer Pseudo-Lebensform (die Wissenschaft streitet sich immer noch), die der einzige wirklich ernsthafte Konkurrent des Menschen um die Herrschaft über die Erde ist.
"Hot Zone" ist tatsächlich ein Thriller, aber keine Fiktion. In einer Mischung aus Sachbuch, Erzählung und Biologie-Krimi, schildert Preston die Erforschung eines Virus, wie die Jagd eines Sherlock Holmes nach einem Verbrecher, besser noch - dem Erzbösewicht Doktor Moriarty. Der promovierte Naturwissenschaftler entführt uns, nicht unkritisch, aber ohne Stellung zu beziehen, in die Welt der medizinisch-biologischen Forschung. Sein Interesse scheint einzig, die Beziehung zwischen Mensch und dem Virus, der wohl ältesten "Lebensform", in unserer extrem mobilen Zeit zu erklären und die Faszination zu vermitteln, der er schon bei seinem ersten Kontakt mit diesem Thema unterlag. Mit der liebevoll gemachten Erstaugabe bringt Droemer Knaur ein Thema heraus, das die meisten Oberstufenschüler allenfalls zum Gähnen reizt. Nicht so allerdings "Hot Zone" - es warten spannende und in dieser Form bisher unerreichte Stunden auf einen Leser, der sich, ob seines Wissensdurstes, nur noch über sich selber wundern kann.
 
Marlene Müller-Prätorius

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