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  Synaulia - Band 1 :::
Review

Synaulia - Band 1 - Die Musik Des Antiken Rom - Blasinstrumente
Synaulia - Band 1
Die Musik Des Antiken Rom - Blasinstrumente

Amiata Rec. / Intuition / SMD
 
Ethno / Experimentelle Archäologie
ARNR 1396


Das alte Rom faszinierte nicht nur die Bildungsbürger des beginnenden Industriezeitalters oder die Regisseure bombastischer Film-Epen um frühes Christentum und klassische Sagenwelten.
Vieles aus den Jahrhunderten um Christi Geburt ist den Archäologen schon seit Jahrzehnten bekannt, aber diese Eckwerte wollen mit Leben gefüllt werden. Wichtig, vielleicht nicht so zentral wie in unserem Medienzeitalter, ist in diesem Zusammenhang natürlich die Musik. Denn was wäre die menschliche Kultur ohne die Musik?
Ausgehend von Rekonstruktionen antiker Instrumente, noch heute bekannten Weisen des Mittelmeerraumes und erhalten gebliebener Erzählungen aus dieser Zeit versucht das Ensemble Synaulia sich an Kompositionen und der Aufführung ihrer musik-archäologischen Ergebnisse. Zum Einsatz kommen dabei 15 verschiedene Instrumente wie z.B. die Syrinx, die Fistulae, die Tibiae und das Cornu. In 25 Stücken werden die Instrumente sowohl einzeln, als auch gemeinschaftlich mit anderen vorgestellt und bisweilen unterbricht auch ein Gesang das instrumentelle Miteinander.
Im Band finden sich, neben einer allgemeinen Vorstellung und Einführung in das Thema, Erläuterungen nicht nur zum wiederhergestellten Instrumentarium, sondern auch zu den einzelnen Titeln. Der musikalische, kulturelle und soziale Hintergrund wird knapp umrissen und die reichhaltige, bunte Bebilderung gibt einen ungefähren Eindruck der Musikwelt des alten Rom.
Hätte es während meiner Schulzeit vergleichbares Material gegeben, wäre mir die Auseinandersetzung mit diesem Thema sprachlich und in der Geschichte sicher leichter gefallen: Denn "Synaulia" wecken Interesse und zwingen zur Kontroverse. Leider fehlt es dem Band, ganz im Gegensatz zur Musik, an Ausführlichkeit für eine weitergehende Beschäftigung mit dem Stoff. Band 1 ist und bleibt vorerst nicht mehr als eine interessante Einführung.
Die rein handwerkliche Rekonstruktion und damit das Klangspektrum der Instrumente dürfte dem Ensemble ohne Frage gelungen sein. Den musikalischen Ergebnissen allerdings kann ich mich nicht voll anschließen, zu komplex, zu modern scheinen manche der Kompositionen. Aber schließlich hat auch niemand behauptet, dass es sich gerade hierbei um mehr als zwar tatsachengestützte, aber zuvorderst nur theoretisch mögliche Spekulation handelte. Synaulia leiten mit dem ersten Band zur Musik des antiken Rom eine interessante Reihe ein, die nicht nur dem Latein- und Geschichtslehrer Gegenstand der Auseinandersetzung sein sollte. Ich blicke der Fortsetzung mit Interesse entgegen.
 
Marlene Müller-Prätorius

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