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  The Last Days Of Summer ::: Jock Sturges
Review

The Last Days Of Summer -
The Last Days Of Summer

Jock Sturges
Scalo Verlag
 
Foto-Buch
205 Seiten, HC, 98 DM


Seit vielen Jahren zieht der in San Francisco lebende Fotograf mit seiner etwas unhandlichen Großformatkamera über die Nacktstrände Kaliforniens und Frankreichs. Jedes Jahr aufís neue fotografiert er dort ausschließlich junge Mädchen. Er kennt seine Modelle und ihre Familien sehr gut - er kennt ihre Silhouetten, ihren Körperbau, das Licht in ihren Augen, den Umgang miteinander. Er ist mit seiner Kamera kein voyeuristischer Störfaktor, die Interaktion passiert mit beidseitigem Einverständnis. Es geht ihm darum die Entwicklung der Menschen, die ihm sichtlich am Herzen liegen, zu zeigen. Der Mensch als wundervollstes Kunstwerk. Er beschränkt sich dabei meist auf Mädchen, weil ihm Jungen zu protzerisch sind, sie müssen immer etwas machen, um sich zu beweisen, können nicht einfach nur sie Selbst sein. Und das SELBST SEIN ist es - die Wahrheit - was Sturges zeigen will, was für ihn Schönheit ausmacht. Er fotografiert meist junge, nackte Mädchen, die die letzten Tage des Sommers genießen. Teilweise werden sie hier auch älteren Menschen gegenüber gestellt. Sie sind dabei völlig unbefangen, kaum vom Leben gezeichnet, herausgerissen aus ihren Schulalltag.
Die Familien und seine Modelle kennen ihn und nehmen sich Zeit für ihn und seine immer etwas zu langsam scheinende Plattenkamera. Die Bilder strahlen eine solche Ruhe und Frieden aus, daß man denken könnte, man wäre auf einer anderen Welt. Nichts an ihnen ist gestellt, niemand ist kostümiert oder hat etwas zu verbergen.
In Zeiträumen von sieben bis zwanzig Jahren stellt Sturges hauptsächlich fünf Modelle vor. Sie tauchen in diesem Bildband immer wieder auf, oft auch an Orten, die schon einmal Schauplatz für ein früheres Foto waren. Sturges betrachtet fotografische Porträts als fixierte Momente, deren Bedeutung sich erst nach und nach zeigt, wenn sie mit weiteren, späteren oder früheren Fotografien desselben Objektes in Verbindung gebracht werden. Seine Bilder entstehen dabei oft spontan und ungeplant. Häufig wenn er auf ein einzigartiges Zusammenspiel von Natur und Mensch aufmerksam wird, wenn sich der Lichteinfall der stundenlang tief am Himmel stehenden Sonne auf unglaubliche Weise mit dem Menschen verbindet. Seine Bilder scheinen wie eine Antwort auf etwas, das sich auf natürliche Art und Weise ereignet.
Auf fast 200 Schwarz / Weiß-Abbildungen zeigt uns Sturges, daß es auch einmal anders geht. Daß das Ziel Schönheit über den Weg der Wahrheit geht (ÑHabe ich Glück, dann spüren meine Gegenüber, daß sie am schönsten sind, wenn sie ganz einfach sie selbst bleibenì). Er schöpft aus der Intimität zwischen ihm und seinen Modellen unerhörte Kraft, die diese Bilder auszeichnet. In seinen Fotografien transzendiert die Sexualität zur Metapher, und setzt so ungemeine Erotik frei.
ÑWir wissen nicht genau, was es ist, nur daß es etwas mehr ist. Mehr als die Geschichte, mehr als der Sexus, mehr als das Leben, mehr als der Tod.ì Octavio Paz
 
Ralf Haarmann

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